Myrte

Die Myrte ist ein immergrĂŒner Strauch, der, obwohl er ĂŒber viele Jahrhunderte hinweg in zahlreichen Kulturen einen wichtigen Platz hat, heute wohl noch sehr unterschĂ€tzt wird. Auf Sardinien und Korsika gibt es einen leckeren Likör aus den Myrtebeeren. Auch in der KĂŒche kam die Myrte schon in der Antike als GewĂŒrz zum Einsatz und wird auch heute noch gerne fĂŒr Fleischgerichte genutzt oder zu einer Marmelade eingekocht.

Auch in der Kosmetikindustrie wird Myrte als Duftstoff eingesetzt. Außerdem ist die Myrte, da sie immergrĂŒn ist, eine nette Zimmerpflanze, doch wird sie auch als Arznei gerne verwendet.

Schon in der Antike wurde Myrte als GewĂŒrz genutzt

Steckbrief zu Myrte

Beschreibung

Ein immergrĂŒner, 3 bis 5 m hoher, stark verzweigter Strauch. BlĂ€tter sind lederig und glĂ€nzend und besitzen ÖldrĂŒsen. Die BlattrĂ€nder sind glatt und nicht gekerbt. Die BlĂŒten sind weiß, gestielt und wachsen einzeln an den Blattachseln. Sie haben einen angenehmen aromatischen Duft. Sie blĂŒhen in den Monaten von Mai bis Juli.

Die schwarzen Beeren oder FrĂŒchte der Myrte reifen gegen Herbst und haben einen wĂŒrzig-sĂŒĂŸlichen, herben Geschmack.

Herkunft

Korsika und andere LÀnder rund um das Mittelmeer bis nach Zentralasien. Die Pflanze liebt feuchtere, steinige Böden.

Andere Namen

Brautmyrte, Echte Myrte, Gemeine Myrte

Inhaltsstoffe

Gerbstoff, 0,1-0,8% Ă€therisches Öl: Pinene, Cineol, Limonene, Tannin, Terpinene, Nerol, Geraniol, Linalylacetat; Harz, SĂ€uren, Vitamin C

Verwendete Pflanzenteile

BlĂ€tter, FrĂŒchte

Aufbewahrung

Das Myrteöl und getrocknete BlĂ€tter sollten lichtgeschĂŒtzt und luftdicht aufbewahrt werden.

Myrte als Heilpflanze

Myrte wird wegen seiner antibakteriellen Wirkung zu Balsam und Tee verarbeitet

Aus den BlĂ€ttern und den FrĂŒchten stellt man das Myrtenöl her. Die Pflanze wirkt sowohl bei innerlicher, als auch Ă€ußerlicher Anwendung. Als Raumerfrischer kann das Öl zum Beispiel genutzt werden, um Keime abzutöten, die Aufmerksamkeit zu erleichtern und die Konzentration zu stĂ€rken. Bei Schnupfen kann man ein Inhalationsbad zubereiten, um die Atemwege zu öffnen.

Myrteöl kann aber auch fĂŒr Behandlungen gegen Hautunreinheiten und Wunden eingesetzt werden, als Waschung oder Wickel. Die lange Tradition der Verwendung von Myrte als Heilpflanze zeigt die Wirksamkeit und VielfĂ€ltigkeit dieses schönen Strauchs. Als Tee oder Tinktur kann die Myrte auch innerlich angewendet werden um lĂ€stige ErkĂ€ltungssymptome los zu werden.

Heilwirkung von Myrte

Wogegen Myrte hilft

Wie Myrte angewendet wird

Nebenwirkungen von Myrte

Bei Überdosierung können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Reizungen auftreten.

Studien zur Wirksamkeit

Eine Forschergruppe aus Algerien, Portugal und Italien wollte die Wirkungsweise der Myrte communis testen, so wie sie traditionell angewendet wird. Sie bestÀtigte die traditionellen EinsÀtze und sah das Ergebnis durch Myrte-Behandlung, wegen ihrer antimikrobiellen und antioxidativen Wirkung, positiv.

Andere Forscher im Iran konnten die beruhigende und Muskelentspannende Wirkung von Myrte nachweisen.

Myrte als Hausmittel

Erfahren Sie mehr zur Anwendung und Wirkung von Myrte als Heil- und Hausmittel in unseren Artikeln. Wir zeigen Ihnen auch Alternativen auf und stellen dar, welche Mittel und Darreichungsformen besser oder schlechter wirken. Wir empfehlen Myrte als:

Interessantes ĂŒber Myrte

Die Myrtus communis gehört zu der Familie der MyrtengewĂ€chse. Myrte spielt schon seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Rolle in verschiedenen Kulturen. Bei den Ägyptern wurden Myrtezweige als Schmuck benutzt, die Griechen widmeten die Myrte der Göttin Aphrodite und die Römer sprachen sie der Göttin Venus zu. Sie galt als Pflanze der Reinheit, Fruchtbarkeit, Keuschheit und JungfrĂ€ulichkeit und als Symbol des Friedens. Helden und FrischvermĂ€hlte bekamen MyrtekrĂ€nze aufgesetzt. Auch das Holz der Myrte war ein wichtiger Bestandteil bei kultischen Anbetungen, da der Geruch angenehm leicht ist. In der Kosmetik wurde „Engelwasser“ hergestellt, dass aus destillierten BlĂŒten und BlĂ€ttern bestand.