Latschenkiefer

Die Latschenkiefer oder auch Bergkiefer genannt, ist wirklich hart im Nehmen. Sie ĂĽberlebt harte Wetterbedingungen wie Wind, Regen, Schnee und tiefe Minusgrade. AuĂźerdem schmĂĽckt sie die Gebirgslandschaften in Europa und ist allseits bekannt. Bei uns steht die Kiefer jedoch unter Artenschutz und darf deshalb nur mit Ausnahmegenehmigung geerntet werden.

Das Kiefernholz ist sehr hart und schwer spaltbar. Es wird gerne für kleinere und einfachere Möbel genutzt. Außerdem gewinnt man aus den Nadeln, Zweigspitzen und Ästen das Latschenkiefernöl, welches auch gerne für kosmetische Produkte und Raumdüfte verwendet wird. Manch einer kennt den Kiefergeruch auch aus der Sauna, da das ätherische Öl gerne für Saunaaufgüsse genutzt wird.

Latschenkiefer ist bekannt fĂĽr seine Kiefernzapfen.

Steckbrief zu Latschenkiefer

Beschreibung

Nadelbaum, wird bis zu 3m hoch. Die Rinde ist schuppig und dunkelbraun. Wächst strauchartig. Immergrüne Nadeln. Männliche gelbe Blüten und weibliche Blüten, welche später zu Zapfen werden. Die Zapfen lassen ihre Schuppen im Reifestadium fallen. Blütezeit: Juli.

Herkunft

Gebirge Mittel- und SĂĽdeuropas

Andere Namen

Latsche, Bergföhre, Legföhre, Legkiefer, Zunter, Krummholzkiefer, Krüppelkiefer

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl (3-Caren, alpha- und beta-Pinen, beta-Phellandren und Limonen)

Verwendete Pflanzenteile

Ă„therisches Ă–l, das aus Nadeln, Zweigspitzen und Ă„sten gewonnen wird.

Aufbewahrung

Das Ă–l sollte lichtgeschĂĽtzt, luftdicht und kĂĽhl gelagert werden.

Latschenkiefer als Heilpflanze

Aus den Nadeln der Latschenkiefer wird ätherisches Öl mit vielfältigen Heileigenschaften gewonnen.

Latschenkiefer wird nur in Form von ätherischem Öl oder als fertiges erworbenes Produkt angewendet. Dieses Öl hat antiseptische Eigenschaften, die sowohl innerlich als auch äußerlich wirken.

Latschenkiefer eignet sich perfekt als Dampfbad zum Inhalieren. Das ätherische Öl, dass dabei dem heißen Wasser zugefügt wird löst festsitzenden Schleim und befreit so die Bronchien auch bei akuten Fällen. Außerdem hemmt das Latschenkiefer-Öl auch das Wachstum von Bakterien und ist somit der perfekte Gegner für Erkältungsviren und -bakterien.

Äußerlich kann das Öl zur Einreibung von verspannten Muskeln und schmerzenden Gelenken angewendet werden. Es regt die Durchblutung an und beschleunigt somit den Heilungsprozess, auch bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen. Die durchblutungsanregende Wirkung erwärmt Haut und Körper. Einreibungen mit Latschenkiefer-Öl werden gerne bei Muskelkater und Rückenschmerzen empfohlen. Gel mit Kieferextrakt kann vor oder nach sportlichen Aktivitäten zur Vorbeugung von Muskelschmerzen aufgetragen werden.

Heilwirkung von Latschenkiefer

  • antiseptisch
  • desinfizierend
  • schleimlösend
  • durchblutungsfördernd
  • krampflösend

Wogegen Latschenkiefer hilft

  • Husten
  • Erkältung
  • Durchblutungsstörungen
  • Nervosität
  • NasennebenhöhlenentzĂĽndung
  • Neuralgien
  • Rheuma
  • Gicht
  • Muskelkater
  • Schlaflosigkeit
  • Bronchitis

Wie Latschenkiefer angewendet wird

  • ätherisches Ă–l
  • Badezusatz
  • Inhalation
  • Bonbon
  • Hustensirup
  • Salbe
  • Duftlampe
  • Gel

Nebenwirkungen von Latschenkiefer

Unverdientes Latschenkiefer-Öl reizt Haut und Schleimhäute. Nicht zu nahe an die Atemwege von Babys und Kleinkinder bringen. Kann die Haut reizen.

Studien zur Wirksamkeit

Die Kommission E empfiehlt Kiefernnadel-Öl zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege und bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden.

Klinische Studien belegen außerdem die durchblutungsfördernde und antiseptische Wirkung des ätherischen Öls. 

Latschenkiefer als Hausmittel

Erfahren Sie mehr zur Anwendung und Wirkung von Latschenkiefer als Heil- und Hausmittel in unseren Artikeln. Wir zeigen Ihnen auch Alternativen auf und stellen dar, welche Mittel und Darreichungsformen besser oder schlechter wirken. Wir empfehlen Latschenkiefer als:

Interessantes ĂĽber Latschenkiefer

Die Latschenkiefer (Pinus mughus) gehört zu der Familie der Kieferngewächse und wächst in Gebirgen Mittel- und Südeuropas auf eine Höhe bis zu 2700 Metern. Er wird in den Skigebieten vor allem zum Lawinenschutz angebaut. Sie bevorzugt mäßig trockene, felsige, sehr nasse, kalte geprägte Standorte. Er kann sogar Hänge besiedeln, an denen oft Lawinen abgehen und für andere Baumarten tödlich ist. 

Das Öl der Latschenkiefer wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Das Latschenkiefernöl ist sehr wertvoll, unter anderem weil es 1.000kg Latschenkiefer (40 ausgewachsene Bäume) benötigt um 3 Liter dieses ätherischen Öles herzustellen.